„Unser Trumpf ist die große Wertschöpfung“

Ausgabe: HK Magazin 1/2021

Der Vorstand des Fachverbandes Holzbearbeitungsmaschinen im VDMA hat seit Januar einen neuen Vorsitzenden: Markus Hüllmann. Der geschäftsführende Gesellschafter von Kraft Maschinenbau tritt die Nachfolge von Pekka Paasivaara (Homag) an, der aus persönlichen Gründen zum Jahresende 2020 ausgeschieden ist. In seinem ersten Interview erläutert der 52-Jährige, welche Themen ihm besonders am Herzen liegen, was aktuell die größten Herausforderungen für den deutschen Holzbearbeitungsmaschinenbau sind, wie er die Situation in den Exportmärkten einschätzt und warum der zunehmende Protektionismus in manchen Ländern für die Branche auch eine Chance sein kann.


Herr Hüllmann, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Wahl zum Vorstandsvorsitzenden des Fachverbandes Holzbearbeitungsmaschinen im VDMA. Waren Sie sehr überrascht, dass die Wahl auf Sie gefallen ist?

Diese Wahlen sind ja meistens gut vorbereitet, insofern war die Wahl an sich für mich keine Überraschung. Überraschend war schon eher, dass ich als relativer Branchenneuling und Vertreter des Mittelstandes gefragt wurde. Aber ich denke, dass ich der Aufgabe durch meine umfangreiche Erfahrung im Maschinenbau gut gewachsen bin.

Ihre Vorgänger kamen in den letzten fast 20 Jahren jeweils aus großen, börsennotierten Konzernen. Freut es Sie, dass mit Ihnen jetzt auch einmal ein Mittelständler in diese Position gewählt wurde?

Ja, natürlich freut mich das – übrigens nicht nur für mich, sondern für die gesamte Industrie. Ich denke, dass ein Verband wie der Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen im VDMA von der Ausgewogenheit seiner Mitglieder lebt – und sowohl Konzerne als auch der Mittelstand gut vertreten sein sollten.

Ihr Amtsantritt fällt in die schwere Phase der Corona-Pandemie. Sicher hätten Sie sich ein angenehmeres Umfeld für Ihre neue Tätigkeit gewünscht. Oder sind Sie jemand, der die Herausforderung liebt?

Ich mag besondere Herausforderungen, obwohl natürlich die Umstände von Corona alles andere als erfreulich oder wünschenswert sind. Insofern kann ich der derzeitigen Situation nicht viel Positives abgewinnen. Ich denke jedoch auch, dass sich in der Krise wirkliche Qualitäten zeigen und wir als deutscher Holzbearbeitungsmaschinenbau hier durchaus punkten können – mit unserer großen Wertschöpfung und Verlässlichkeit. Was ich damit meine: Viele deutsche Mittelständler haben eine sehr tiefe eigene Wertschöpfung und sind dadurch weniger abhängig von den komplizierten Wertschöpfungsketten.

Würden Sie diese Wertschöpfung als typisch für den deutschen Maschinenbau – zumindest im Bereich Holzbearbeitungsmaschinen – bezeichnen?

Ganz losgelöst sind wir sicher nicht vom internationalen Liefergeschehen, aber wir sind in Zeiten, in denen es anderen schwerer fällt, doch ein Stück weit unabhängiger und auch lieferfähiger. Das ist sicherlich nicht in allen Ländern in gleicher Weise der Fall.

Zusammen mit Ihnen wurden insgesamt fünf neue Mitglieder in den Vorstand gewählt, gleichzeitig schieden zwei Mitglieder aus. Somit besteht der Vorstand nun aus 14 Personen. Warum so viele und warum immer mehr?

Ich denke, dass die Anzahl der Mitglieder an sich kein Maß für die Arbeit eines Vorstands ist. Fakt ist, dass wir künftig noch breiter aufgestellt sind und dadurch die Interessen der Branche in ihrer ganzen Vielfalt noch besser vertreten können.

Mit welchen Vorstellungen gehen Sie Ihre neue Aufgabe an?

Ich kann an die gute Vorstandsarbeit meines Vorgängers Pekka Paasivaara nahtlos anknüpfen. Der Verband lebt natürlich in erster Linie vom Engagement seiner Mitglieder und der Interaktion mit dem VDMA in Frankfurt sowie den Landesverbänden. Insofern möchte ich das Angebotsspektrum des VDMA gut kommunizieren und vor allem das Gemeinsame herausstellen.

Haben Sie sich konkrete Ziele gesetzt, die Sie als Vorstandsvorsitzender unbedingt erreichen wollen?

Mir liegt besonders am Herzen, dass wir uns in der Branche über das, was uns gemeinsam bewegt, gut und konstruktiv austauschen. Wir können nur gemeinsam eine starke Stimme haben. Und das ist ja im Prinzip auch die Existenzberechtigung eines Branchenverbandes. Der VDMA hat natürlich auch sehr gute internationale Verbindungen, das ist gerade für uns im Mittelstand von großer Relevanz und gilt für die Konzerne vielleicht etwas weniger, weil größere Unternehmen ja häufig international sehr breit aufgestellt sind. Aber die Mittelständler können durch rechtliche Unterstützung und durch Marktstudien sicher profitieren und so eher neue Felder finden, als das ohne VDMA der Fall wäre. Überdies spielt der VDMA im nationalen und zunehmend auch internationalen Messewesen eine große Rolle. Auch wenn sich hier die Landschaft in Zukunft sicherlich verändern wird, so nehmen wir das als Herausforderung an und versuchen, im Sinne unserer Kunden weiterhin als Branche gute Wege zu finden, unsere Leistungskraft gut darzustellen. Weiterhin sammeln wir auch im VDMA wesentliche Standards von internationaler Wichtigkeit wie zum Beispiel OPC-UA.

Dass es mit den Rekordergebnissen der Jahre 2018 und 2019 auch einmal ein Ende haben würde, war eigentlich klar, als sich die Ordertätigkeit Ende 2019 bereits deutlich abkühlte. Wie beurteilen Sie diesen Rückgang zu einer Zeit, als Corona noch keinen Einfluss hatte?

Wir haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer wieder stärkere und schwächere Phasen gesehen. Es war daher absehbar, dass der Boom – ich denke da zum Beispiel an China und die USA – nicht ungebremst weitergehen kann. Insofern ist die Abschwächung der Branche, die sich in 2020 fortgesetzt hat, natürlich nicht nur ein Corona-Phänomen, sondern gehorcht ganz normalen zyklischen Bewegungen.

Der Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen im VDMA bilanziert für das Jahr 2020 bis Ende September ein Produktions-Minus von 15 Prozent. Wie sind die Aussichten für 2021?

Das ist momentan sehr schwer zu beurteilen. Der VDMA hatte ab März 2019 in regelmäßigen Rhythmen ein Konjunkturbarometer abgefragt. Das war natürlich im März, April und Mai 2020 katastrophal, im Juni, Juli und August aber schon wieder deutlich besser – einhergehend mit dem Lockdown und seiner Wiederaufhebung. Zum Jahresende war es dann deutlich schwächer mit dem zweiten Lockdown. Ich glaube, dass wir in Summe gut beraten sind, uns auf ein moderates Jahr 2021 vorzubereiten. Wobei es da insgesamt durchaus gemischt ist. Es gibt einzelne Teilbereiche, die auch jetzt sehr gut funktionieren.

Wie unterschiedlich schlagen sich denn die verschiedenen Segmente? Ich denke da etwa an die Unterschiede zwischen primärer und sekundärer Verarbeitungsstufe.

Bei der primären Verarbeitung geht es um wenige, aber häufig sehr große Projekte und Infrastruktur-Investitionen, sodass man volkswirtschaftliche Zyklen berührt. Und diese Teile unserer Branche sind von Corona stärker gebeutelt als der sekundäre Bereich. Das kann sich aber auch wieder ändern. Der sekundäre Bereich ist viel feingliedriger und kleinteiliger – und es gibt dort mehr Unternehmen.

Zum Sekundärbereich gehört auch das holzverarbeitende Handwerk, wo es, wie man hört, recht gut läuft.

In Zeiten, in denen man hinsichtlich seiner Freizeitaktivitäten begrenzt ist, sind die Menschen bemüht, in das eigene Heim zu investieren. Das stärkt natürlich das Handwerk. Man sieht aber auch, dass im Handwerk nicht der Absatz von Produkten begrenzt ist, sondern die Anzahl an qualifizierten Mitarbeitern, die die Arbeit verrichten können. Wir haben in Deutschland weiterhin sehr viel mehr Baugenehmigungen als durchgeführte Bauten. Das liegt nicht daran, dass die Maschinenhersteller nicht liefern wollen oder können, sondern unter anderem daran, dass die Leistungserbringung am Bau zunehmend zum Problem wird. Insofern kann das Handwerk noch nicht einmal so stark von dem momentanen Boom partizipieren, wie das vielleicht möglich wäre, wenn wir in ausreichendem Maße gute Facharbeiter hätten.

Das Projektgeschäft, sprich verkettete Komplettanlagen, war in der sekundären Verarbeitungsstufe in den letzten Jahren ein Umsatztreiber. Wie sieht es dort im Moment aus?

Damit die Maschinenbauer Umsatz generieren können, benötigen sie im Allgemeinen – und wenn nach dem HGB bilanziert wird – eine Abnahme für das Produkt. Eine Abnahme findet statt, indem die Mitarbeiter zum Kunden fahren und die Maschinen dort in Betrieb nehmen. Das muss in aller Regel physisch erfolgen. Und wenn das nicht oder nur bedingt möglich ist oder von anderen Faktoren abhängt, dann ist eine Leistungserbringung schwierig. Das bringt Probleme für die ganze Maschinenbaubranche – vermutlich auch in 2021. Ich höre von vielen Kollegen, dass die Umsätze nicht nur deswegen moderat sind, weil die Auftragseingänge so schlecht gewesen sind, sondern weil einfach die Projekte nicht abgeschlossen werden konnten. Und: Mitarbeiter sind für diese Abnahmen eingeplant gewesen und müssen diese dann vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt erledigen, wenn sie eigentlich schon wieder woanders eingeplant sind. Ich sehe da noch einige Herausforderungen auf uns zukommen.

Die gerade beschriebene Situation hat aktuell vermehrt zu virtuellen Inbetriebnahmen geführt. Können Online-Tools die Vor-Ort-Termine teilweise oder perspektivisch vielleicht sogar vollständig ersetzen?

Ich glaube nicht, dass Online-Tools Vor-Ort-Termine gänzlich ersetzen können. Teilweise aber sicherlich schon. Wir haben auch bei Kraft virtuelle Inbetriebnahmen durchgeführt, bei denen der Kunde live und unter Zunutzemachung unterschiedlicher Medien zugeschaltet ist. Das funktioniert, ist aber kompliziert, weil die wichtige persönliche Begegnung fehlt. Online-Tools können zwar ergänzen, aber sicherlich nicht das persönliche Gespräch ersetzen.

Wie sehen Sie die Branche in Sachen Digitalisierung, Automatisierung und Losgröße 1 aufgestellt?

Tatsächlich sind wir als Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen an vielen Stellen weiter als andere Maschinenbau-Branchen. Wir sind speziell im Losgröße-1-Geschäft schon länger unterwegs als zum Beispiel die Automobilindustrie. Über geeignete Technik und Infrastrukturen waren wir schon in der Vergangenheit in der Lage, wesentliche Prozessparameter abzufragen und korrigierend einzugreifen, wenn das nötig war. Diese Entwicklung hat die Corona-Pandemie jetzt noch einmal beschleunigt.

Auf den wichtigsten Exportmärkten verzeichneten die deutschen Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen 2020 kein Wachstum. Die USA haben mit minus 37 Prozent überdurchschnittlich verloren, in China gab es immerhin mit plus 0,1 Prozent eine Stagnation. Kann sich diese Entwicklung 2021 wieder umkehren?

Wir rechnen 2021 mit Zuwächsen, allerdings auf Basis eines schwachen Jahres 2020. China ist bereits wieder in den Vorkrisenmodus zurückgekehrt – übrigens auch, was die Investitionstätigkeit im Land angeht. Die Vereinigten Staaten sind zwar stärker von der Pandemie gebeutelt als Europa, bemerkenswerterweise hat das aber der Investitionstätigkeit im Land nicht so viel geschadet, wie man das vielleicht in Europa erwarten würde. Ein anderer Aspekt ist der zunehmende Protektionismus im Land, der sicher auch mit dem neuen Präsidenten Joe Biden nicht verschwinden wird. Das wird für Infrastruktur-Investitionen im Land sorgen – und dafür braucht es Maschinen. Wenn wir es weiterhin schaffen, technologisch gute und wirtschaftlich attraktive Lösungen anzubieten, dann werden wir auch in den USA erfolgreich sein, weil dort das Angebot an lokalen Maschinenbauern nicht so groß ist. Insofern können wir vom Protektionismus – so zynisch sich das auch anhört – durchaus profitieren.

Was erwarten Sie 2021 von dem vor ein paar Jahren noch gelobten und dann stark abgestürzten russischen Markt?

Russland erwirtschaftet einen Großteil seiner Erträge aus der Energiewirtschaft – vor allem aus Öl und Gas. So schön für uns niedrige Preise an der Tankstelle sind: In Ländern wie Russland führt das nicht dazu, dass besonders kräftig investiert wird. Und solange das so bleibt, wird es in Russland investitionsmäßig weiterhin moderat bleiben.

Die Situation in den Exportländern wirft natürlich auch die Frage auf, wie stark der deutsche Holzbearbeitungsmaschinenbau von Handelsrestriktionen betroffen ist?

Handelsrestriktionen sind natürlich per se nicht gut. Aber wir nehmen in bestimmten Ländern als deutscher oder europäischer Maschinenbau mitunter dominierende Stellungen ein. Da ist zwar eine Handelsrestriktion kurzfristig schlecht, aber langfristig gibt es in diesen Ländern keine oder nur wenig Alternativen zu unseren Produkten. Anders sieht das in Ländern aus, in denen eigene Wirtschaftsketten ausgebaut werden wie etwa in China. Dort gibt es auch lokale Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen, was unser Exportgeschäft erschwert. Für uns als Branche muss die Antwort auf solche Situationen sein, dass wir unsere lokalen Wertschöpfungen auch verbessern müssen. Das machen uns die großen Konzerne zum Teil vor, die stark in Ländern investieren, von denen sie Wachstum erwarten. Und zwar nicht nur in die Entwicklung der Märkte, sondern auch in ihre lokale Funktions- und Infrastruktur, um so gegebenenfalls Handelsrestriktionen zu umgehen.

Wie wichtig ist in diesem Zusammenhang der Blick auf Zukunftsmärkte, die im Moment noch keine größere Rolle spielen, aber für den deutschen Holzbearbeitungsmaschinenbau künftig interessant werden könnten?

Zukunftsmärkte sind definitiv wichtig. Potenziale sehe ich zum Beispiel in Südostasien. Aber da müssen wir abwarten, was das neue asiatische Handelsabkommen für uns in der Zukunft bedeutet. Die Länder Afrikas waren sicher vor zehn Jahren noch nicht auf dem Stand, auf dem sie heute sind. Der VDMA hat schon diverse Initiativen entwickelt, sich in einigen afrikanischen Ländern besser zu etablieren. Die Maghreb-Staaten sind derzeit stark gebeutelt. Wie es da weitergeht, ist tatsächlich fraglich. Dagegen entwickeln sich Nigeria und Kenia gut, Südafrika ist ebenfalls stark.

Und wie sieht es für den deutschen Holzbearbeitungsmaschinenbau zurzeit in den Heimatmärkten in Europa und Deutschland aus?

In Südeuropa, wo die Volkswirtschaften schon vor Corona in Bedrängnis geraten waren, ist die Investitionstätigkeit momentan nicht so hoch, wie sie vor der Krise war. In Deutschland, Benelux und Skandinavien kommen wir eigentlich ganz gut durch die Krise. Klar ist aber auch, dass die Bedingungen in Europa in Zukunft sehr stark von der Politik, speziell von der Fiskalpolitik abhängen werden. Konkret gesagt: Wenn die Zinsschraube mal irgendwann wieder angezogen werden sollte und Geld teurer werden würde, dann würden wohl die Investitionen noch mehr nachlassen. Denn wir haben selbst in einem Null-Zins-Umfeld keine besonders hohen Investitionen.

Wie hat sich Ihr eigenes Unternehmen Kraft Maschinenbau in der Corona-Pandemie bisher geschlagen? Sind Sie als Sondermaschinenbauer bisher gut durch die Krise gekommen?

Wir haben gut gefüllte Auftragsbücher und profitieren natürlich auch von Erfolgen in der Nische. Insofern tue ich mich schwer damit, unsere Marktentwicklung zu generalisieren und auf Branchentendenzen umzumünzen. Mit dem Makrothema Verpackung besetzen wir einen Bereich, der uns über die Holzverarbeitung hinaus Möglichkeiten eröffnet, gerade in Sachen Nachhaltigkeit. Zudem haben wir einen großen Fokus auf Automatisierungstechnik. Das ist eine zunehmend wichtiger werdende Disziplin und wir sind froh, so Herr unseres eigenen Geschehens zu bleiben.

Wie sehen Sie die Situation hinsichtlich des Messegeschehens, speziell im Hinblick auf die Ligna, die in den September verlegt wurde?

Es standen für die Ligna mehrere Optionen zur Auswahl. Option 1, die Messe im Mai durchzuführen, war aus Sicht des VDMA im Hinblick auf einen vertretbaren Aufwand und unter Einhaltung der relevanten Hygiene-Richtlinien unrealistisch. Die Messe als zweite Option ersatzlos zu streichen, erschien uns ebenfalls nicht der richtige Weg. Denn dann hätten wir vier Jahre Pause bis zur nächsten Weltleitmesse gehabt. Option 3 war, einen Alternativ-Termin zu finden. Diesen haben wir nun gefunden und wir sind damit zufrieden.

Ist der Termin Ende September nicht zu nah an der Holz-Handwerk in Nürnberg, an der ja auch zahlreiche Maschinenhersteller teilnehmen?

Natürlich ist der Termin nah an der Holz-Handwerk, andere Alternativ-Termine wären aber entweder in den Sommerferien oder noch näher an der Holz-Handwerk gewesen. Jetzt liegt der Termin parallel zur Fachpack, eine Messe, an der zum Beispiel mein Unternehmen teilnimmt. Auch das ist nicht optimal. Ich denke, wir haben das Beste aus der Situation gemacht und hoffe, dass wir die Ligna im September ordentlich durchführen können. Wohlwissend, dass es den optimalen Weg nicht geben kann.

Zum Schluss noch eine Frage zu einem ganz anderen Thema: Wie ist der Stand der Dinge beim OPC-UA-Projekt, das Sie zu Beginn des Gesprächs kurz erwähnt hatten? An dem Projekt sind ja einige deutsche Maschinenhersteller innerhalb des Eumabois federführend beteiligt?

In intensiven Gesprächen ist vor kurzem entschieden worden, den internationalen Schnittstellen-Standard „Umati“ auch für die Nutzung von OPC-UA-Standards in der Holzbranche auf europäischer Ebene zu verwenden. Dazu haben wir im letzten Quartal 2020 die ersten Release Candidates bereitgestellt. Weitere Neuigkeiten zu OPC-UA wird es dann sicherlich auf der Ligna 2021 geben.

Das Interview führte Carsten Krüger