Blanke Türenwerke GmbH: Ein neues Werk mit neuen Möglichkeiten

Aus Anlass einer grundlegend neuen Produktion und einer konsequenten Umsetzung der Produktionsphilosophie Losgröße 1 gestaltet sich auch der Marktauftritt neu und modern.
Aus der Friedrich Blanke GmbH wurde im November 2017 die Blanke Türenwerke GmbH.
Vor dem Hintergrund gestiegener Wohnungsbaugenehmigungen im Jahr 2016 und der Notwendigkeit, dass mehr bezahlbarer Wohnraum in Deutschland geschaffen werden muss, wurden die Weichen gestellt, am prognostizierten Wachstum der Innentüren zu partizipieren. Der richtige Zeitpunkt für die Blanke Türenwerke GmbH, sich ihren Anteil kompetent und konsequent zu erarbeiten.

Noch im Jahr 2016 wurde vorausschauend eine Bestandsimmobilie erworben. Das dazugehörige Grundstück verfügt über 40 000 m² Fläche. Die Immobilie erhielt zunächst eine neue Gebäudehülle, einen deutlichen Erweiterungsbau und eine auf neuestem Stand der Technik befindliche technische Gebäudeausstattung.

80 % des eingesetzten Maschinenparks werden durch neue Maschinen ersetzt. In vielen Planungsprozessen wurden die Mitarbeiter an die neue Technik, digitalisierte Prozesse und
an neue Bearbeitungsverfahren herangeführt. Noch mehr: Das neue Türen- und Zargenwerk arbeitet im Rahmen eines One Piece Flow, ausschließlich auftragsbezogen, fast ohne Zwischenbestände und in einer Reihenfolge, wie die Produkte im Bereich der Ausgangslogistik benötigt werden. Dieses Herstellungsverfahren entbehrt der Notwendigkeit eines Fertigwarenlagers und verkürzt die Durchlaufzeiten auf ein Zehntel der sonst üblichen Einheiten. Trotz des signifikanten Ausbaus des Produktangebotes von lackierten Weißlacktüren (neu ab Sommer 2018) sowie der effizienten Produktion von HPL Beschichtungen (neu ab Herbst 2018), Doppelfalzelementen und der Produktion von raumhohen Elementen mit den marktgängigen technischen Zertifikaten, können in der neuen Struktur große Teile des Innentürenmarktes bedient werden. Selbstverständlich kommt es auch zu einer Weiterentwicklung des Alleinstellungsmerkmales der Blanke Türenwerke GmbH: Der Design-Kante an Türblatt und Zarge.

Gesellschafter der Blanke Türenwerke GmbH ist der Unternehmer und Inhaber der Zech Group Kurt Zech aus Bremen. In seinem Portfolio befinden sich zahlreiche Hersteller unterschiedlichster Produkte, welche die Fertigungsphilosophie One Piece Flow schon jahrelang erfolgreich anwenden. Für den Aufbau der neuen Produktion erhält die Blanke Türenwerke GmbH nicht nur die finanzielle Unterstützung für dieses herausfordernde Projekt, sondern auch strategische Unterstützung von allen relevanten Unternehmen der Gruppe.
Zurück zur Blanke Türenwerke GmbH: Durch eine drastische Reduzierung der Durchlaufzeiten werden die Lieferzeiten fast aller Sortimente auf 4 bis 7 Tage abgesenkt. Die Kunden sehen darin bereits jetzt eine gute Möglichkeit, ihr eigenes regionales Angebot für Innentüren zu verbessern – mit der Folge erhöhter Wachstumschancen. Das anvisierte Wachstum soll sich aus Markt- und Segmentwachstum, aus Wachstum über eine gesteigerte logistische Leistungsfähigkeit und der Vermarktung zusätzlicher, neuer Herstellungsverfahren rekrutieren.

Die Produktionskapazität im neuen Werk wird verdoppelt. Der Einsatz automatisierter Prozesse führt zusammen mit den 140 engagierten Mitarbeitern zu einem deutlichen Ausbau der Produktion und des Umsatzes in den nächsten 5 Jahren. Wesentliche Partner der Maschinenbauindustrie sind die KRAFT Maschinenbau GmbH aus Rietberg, die Alphamatic Maschinebau GmbH aus Herzebrock, die Robert Bürkle GmbH aus Freudenstadt und IMA Schelling Group GmbH aus Lübbecke/Schwarzach. Unternehmen, die das Thema digitale Prozesse im Sinne Industrie 4.0 auf die jeweiligen Maschinen und Transporteinrichtungen übertragen haben.

Die ersten neuen Maschinen wurden bereits geliefert, montiert und eingefahren. Die Produktion der Zargen am neuen Standort ist angelaufen. Die Türenabteilung wird derzeit in der neuen Produktionshalle aufgebaut. Mit der vollständigen Inbetriebnahme des neuen Werkes rechnet die Blanke Türenwerke GmbH mit Ablauf des Jahres 2018. Bis dahin steht die jetzige Produktion aber noch vollständig zur Verfügung, um somit für einen möglichst reibungslosen Übergang zu sorgen.

Insgesamt werden über 25 Mio. € investiert. In der jetzigen Struktur kommt es zu einer vorrangigen Bedienung des Großhandels. Mit den neuen Möglichkeiten rückt nunmehr auch das Objektgeschäft stärker in den Fokus, als dies in der Vergangenheit möglich war.

Darüber hinaus baut die Blanke Türenwerke GmbH in Zukunft eine Mehrmarkenstrategie auf. Neben der Marke „Blanke Türen“ können die Großhandelsunternehmen mit einer Handelsmarke bedient werden. Die Ausgestaltung dazu erstreckt sich über Prospekt, Muster, Preislistenmaterial, sowie über das Layout des PIM fähigen Türkonfigurators bis hin zur individualisierten Verpackung aller Produkte. Mit dem Thema Digitalisierung hat sich das Unternehmen Blanke Türenwerke GmbH ausführlich beschäftigt, es hält in allen Produktionsbereichen und in der Verwaltung Einzug. Digitale Daten im Austausch mit den Kunden werden als Anstoß für die Beschaffungs- und Produktionsprozesse genutzt. Diese Vernetzung ermöglicht es der Blanke Türenwerke GmbH, dem Kunden diverse Möglichkeiten der Belieferung anzubieten – an den Großhandel, an den Einzelhändler, zum Handwerker oder direkt auf die Baustelle. Hier entscheidet der Kunde zukünftig über die Abwicklungsform, die er benötigt. „Unsere Aufgabe ist es die Wünsche des Kunden zu wecken, zu entdecken und dann zu erfüllen“, so der Geschäftsführer der Blanke Türenwerke GmbH Manfred Dreyer. Die End-to-End (E2E) Betrachtung bestimmt die zukünftige Vorgehensweise des Unternehmens: Vom Kunden hin zum Kunden. Hier gilt es im Unternehmen, die Wertschöpfungskette im Sinne der Mehrwertgenerierung zu optimieren. „Das erreichen wir, indem wir Ressourcen schaffen, die professionelle Projektarbeit leisten. Wir werden die Kundenzufriedenheit durch eine unschlagbare Lieferzeit – gepaart mit einer hohen Verlässlichkeit, einer guten Qualität und einer effizienten Auftragsabwicklung deutlich steigern“, ergänzt abschließend Manfred Dreyer.

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