Künstliche Intelligenz für die Maschinengesundheit

Teilnehmende der AIChallengeDays lösen echte Probleme in der Industrie

Kein Schlaf, viel Kaffee. Das beschreibt die Situation der Teilnehmenden der vergangenen AIChallengeDays perfekt. Hinzu kommen jede Menge neue Erfahrungen. Bei dem Online-Hackathon, welcher als Christmas Edition vom 10. bis zum 12. Dezember stattgefunden hat, bekamen die insgesamt 43 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, anhand von echten realen Daten eigene KI-Algorithmen zu realisieren und Lösungen für die Industrie zu finden.

Der echte Anwendungsfall wurde von der Firma G. Kraft Maschinenbau mitgebracht. „Wir sammeln bereits seit zwei Jahren in einem Pilotprojekt Daten. Es handelt sich um die Produktion von Türrahmen, ganz konkret um eine Zargenfertigungslinie. Der Produktionsprozess umfasst dabei eine Reihe an Bearbeitungsschritten unter anderem auch Fräsbearbeitung. In der Realproduktion kommt es durch defekte Fräswerkzeuge oder -motoren immer wieder zu Problemen bei den Abläufen oder ungeplanten Produktionsausfällen. Wie man Prozesse mittels Künstlicher Intelligenz beschreiben und letztendlich optimieren und Probleme lösen kann, war die von uns gestellte Aufgabe. Gesucht war ein Algorithmus für die Überwachung der Maschinengesundheit“, erklärt Andre Schmidt, Softwareingenieur bei Kraft.

Die insgesamt zwölf Teams mit teils internationalen Mitgliedern machten sich das ganze Wochenende tags und nachts an die Arbeit, um die beste Lösung zu finden. Am Ende konnten zwei Siegerteams ermittelt werden, welche bei einer kleinen Siegerehrung im Centrum Industrial IT in Lemgo beglückwünscht wurden. Hanna Kattermann, Hanna Senke und Hendrik Mitgau belegten den zweiten Platz und durften sich gemeinsam über 250€ freuen. Die strahlenden Gewinner des ersten Platzes und somit 750€ waren Jan Lorenzen, Sebastian Stabenau und Joscha Lahl. „Wir sind sprachlos. Damit haben wir nicht gerechnet. Wir Drei studieren alle Data Science und haben uns in erster Linie bei dem Event angemeldet, um Erfahrungen zu sammeln. Das wir nun sogar gewonnen haben, ist natürlich doppelt schön“, sagt Sebastian Stabenau stellvertretend für sein Team.

Die AIChallengeDays haben sich mittlerweile als wichtiges Event etabliert. Unternehmen und ihre Probleme werden mit jungen Leuten mit frischen Ideen gewinnbringend zusammengebracht und die Potentiale von Künstlicher Intelligenz neu entdeckt. Der nächste Hackathon ist bereits in Planung.

Über das CENTRUM INDUSTRIAL IT (CIIT):

Das unabhängige Forschungs- und Entwicklungszentrum CENTRUM INDUSTRIAL IT (CIIT) ist das deutschlandweit erste Science-to-Business-Center im Bereich der industriellen Automation. CIIT-Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung gestalten in gemeinsamen Forschungs- und Transferprojekten die digitale Fabrik der Zukunft.
Unter einem Dach, auf einer Fläche von 11.000 m2, arbeiten und forschen über 400 hochqualifizierte Experten an Zukunftstechnologien und profitieren vom umfassenden Technologie- und Know-how-Transfer. Das Feld der industriellen Automation ist Innovationsmotor der deutschen Kernbranche Maschinen- und Anlagenbau und trägt damit wesentlich zur Sicherung des Standorts Deutschland bei.
CIIT e.V.-Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung gestalten in gemeinsamen Forschungs- und Transferprojekten die digitale Fabrik der Zukunft. Treiber und Akteure sind (markt-)führende Industrieunternehmen und Forschungseinrichtungen, wie beispielsweise das Fraunhofer-Anwendungszentrum Industrial Automation (IOSB-INA), das Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule OWL, Phoenix Contact, Weidmüller, ISI Automation, OWITA, MSF-Vathauer Antriebstechnik, Emerson, KEB Automation, TÜV SÜD, Koenig & Bauer Banknote Solutions, Tosibox, Hilscher und Stäubli.

Foto: Copyright: CENTRUM INDUSTRIAL IT

Text: Jana Suton